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30 Jahre nach Teneriffas grösster Flug-Katastrophe

Gedenkfeier im Auditorio de Tenerife

Die Kuppel des Auditorio
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Die Kuppel des Auditorio
27.03.2007 - Teneriffa - Auf den Tag genau 30 Jahre nach einem der größten Unfälle der Luftfahrtgeschichte gedachten Offizielle aus Spanien, den USA und den Niederlande am 27. März 2007 der 583 Opfer der Katastrophe. Aus diesem Anlass wurde am Nachmittag ein Denkmal in La Laguna eingeweiht.

Getragene Klänge der Sopranistin Raquel Lojendio untermalten den Festakt
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Getragene Klänge der Sopranistin Raquel Lojendio untermalten den Festakt
Der 27. März 1977 war der schwärzeste Tag der Luftfahrt in der Nordhälfte des Atlantischen Ozeans. Kurz nach 17 Uhr stießen auf der Startbahn von Teneriffas Nordflughafen Los Rodeos zwei Jumbo-Jets der niederländischen Fluggesellschaft KLM und der amerikanischen PAN AM  zusammen. Nur 61 Fluggäste in der Boeing 747 aus den Vereinigten Staaten überlebten.
 
Eine schlechte Witterung und Kommunikationsprobleme zwischen den Piloten und den Fluglotsen im Tower waren die Ursachen des Mega-Crashes.
 
Beide Flugzeuge waren zuvor von der Nachbarinsel Gran Canaria nach Teneriffa umgeleitet worden. Nach einer mehrstündigen Wartezeit erhielt die niederländische Maschine die Startfreigabe. Als sie anrollte,  kam  der US-Flieger, der sich auf dem Weg zur zugewiesenen Parkposition befand, auf der vernebelten Startbahn zum Stehen. 

Einweihung des Denkmals
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Einweihung des Denkmals
Als Folge der Katastrophe wurden weltweit  die Sicherheitsbedingungen im Flugverkehr und auf vielen Flughäfen analysiert und verbessert. Den Angehörigen, die zum Teil viele Familienmitglieder verloren hatten,  half das nichr mehr. Viele erlitten ein lebenslanges Trauma.
 
Das hob auch Adán Martín in seiner Ansprache hervor. Neben dem kanarischen  Regionalpräsidenten drückten  Inselpräsident Ricardo Melchior, der heutige KLM-Chef van Wyk, der niederländische Verkehrsminister Eurling und der Botschafter der USA in Spanien, Aguirre, den angereisten Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme aus. 
 
Auch Vertreter der Angehörigen kam zu Wort. Dazu zählte  Jan Groenwould, der Präsident und Gründer der Stiftung Foundation Relatives Victims Tenerife, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erinnerung an die Luftfahrtkatastrophe wach zu halten. 
 
Dazu bildete Teneriffas mit Kerzen, Blumen und Flaggen festlich geschmückte Konzerthalle den passenden Rahmen. Im Anschluß an den Festakt, bei dem die Sopranistin Raquel Lonjendio ernste Weisen vortrug, wurde auf der Hochebene Mesa Mota das steil aufragende Monument "escalera de caracol" - auf deutsch "Wendeltreppe" - eingeweiht.
 
Das Werk des niederländischen Künstlers Rudi van de Wint mit der aufgesetzten Drehspindel soll die Verbindung zwischen Teneriffas grünen Bergen und dem unendlichen Sternenhimmel symbolisieren.