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Einzigartige Lichtverhältnisse

Teneriffa: Paradies für Filmer

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13.05.2006 - Teneriffa - Spanien gehört bereits seit Jahrzehnten zu den weltweit beliebstesten Drehorten von Filmproduktionen. Bereits in den sechziger Jahren drehte der italienische Kult-Regiesseur Sergio Leone mit Clint Eastwood in der Provinz Almería seine legendären Italo-Western. Sogar James Bond gab hier Gastspiele.

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„Day another day“ mit Pierce Brosnan und Halle Berry wurde unter anderem in Càdiz gedreht. Auch Teneriffa war schon häufig Drehort:  So wurde in den Cañadas im Nationalpark Teide „Planet der Affen“ gedreht. Seit der Gründung der Filmkommission Teneriffa vor vier Jahren ist man interessiert wieder verstärkt Filmproduzenten auf die Insel zu locken. Das hat unter anderem mit einer Studie des britischen Reiseunternehmens Thomson Holidays zu tun.
 
Dort kann man nachlesen, dass die überwiegende Mehrheit der Briten sich bei der Wahl des Urlaubsziels von Filmen beeinflussen lässt. So stieg der Touristenstrom von der britischen Insel nach Neuseeland nach der Triologie der Tolkien-Verfilmung „Herr der Ringe“ stark an. Nach Ansicht von Tourismusmanagern können Top-Filme besser Feriengäste anlocken, als teure Werbekampagnen, weil sich hier Fiktion und reales Leben überschneiden. 

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Das lässt sich an Kleingkeiten ablesen: Neugierige Film-Fans pilgern seit einigen Jahren in das antike Crystal College in Oxford, weil dort einige Szenen der „Harry Potter“-Filme gedreht wurden. In den Vereinigten Staaten ist die Bank auf der Tom Hanks zu Beginn von „Forrest Gump“ sitzt eine Kultstätte und Malta-Besucher fragen die Fremdenführer, an welchem Strand „Troja“ mit Brad Pitt gedreht wurde und wo die Galeeren-Nachbauten ankerten.
 
Deshalb werden Filmproduktionen in aller Welt seit einigen Jahren von Spanien systematisch umworben. Zu diesem Zweck wurden in den, den deutschen Bundesländern vergleichbaren Autonomen Regionen  22 Filmkommissionen eingerichtet. Mit Erfolg: In Barcelona hat sich die Zahl der produzierten Filme seit der Gründung der Kommision vor acht Jahren auf über 360 verzehnfacht. Darunter sind auch die oscargekrönten  Werke von Pedro Almodovar „Habla con ella“ und „Alles über meine Mutter“.

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Auch auf Teneriffa ist die Zahl der realisierten Streifen seit der Gründung der Filmkommision stark angestiegen, auch wenn noch keine internationale Großproduktion dabei war. Allerdings beträgt selbst in Barcelona der Anteil der Spiel- und Fernsehfilme an der Gesamtproduktion weniger als 10 Prozent. Den Großteil der Produktion machen Werbespots, Videoclips, Dokumentarfilme und Fotoproduktionen aus. So waren die süddeutschen Hip Hopper „Die Fantastischen Vier“ kürzlich für die aktuellen Pressefotos ihres neuen Albums „Troy“ auf der Insel des „Ewigen Frühlings“.
 
Bei der Hamburger Hardrock-Band „Helloween“ zogen einige Mitglieder nach dem Videodreh gleich ganz auf die Insel und auch BMW zog es zu Werbeaufnahmen für das Modell „M 5“ nach Teneriffa. Auch andere Autofirmen wie BMW oder Mercedes Benz sind hier neben deutschen TV-Stationen regelmässig zu Gast. Teneriffa als Drehort bietet viele Vorteile.
 
Es herrschen einzigartige Lichtverhältnisse wie man sie sonst nur noch in Kalifornien findet. Das ganze Jahr über herrscht hier ein mildes, angenehmes Klima. Neben historischen Gebäuden und rustikalen Bauernhäusern bietet die Landschaft reichhaltige Motive. Teneriffa ist so etwas wie ein kleiner Kontinent, da hier von der Küste bis zum knapp 4.000 Meter hohen Vulkan Teide sehr viele unterschiedliche Landschafts- und Vegetationsformen auf relativ kurzem Wege erreichbar sind.

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Außerdem verfügt die Insel über eine hervorragende Infrastruktur. Aufgrund des Tourismus gibt es hier viele Hotels und Restaurants. Auch das Anmieten von Fahrzeugen ist kein Problem. Hinzu kommen schnelle Fluganbindungen an weltweit 120 Ziele. Inzwischen gibt es auf der Insel zahlreiche Unternehmen mit geschultem Personal, die sich auf Dienstleistungen für Filmproduktionen spezialisiert haben.
 
So können auf der Insel Kräne, Grip Kits, Reflektoren zur Schattenvermeidung, Generatoren zur Stromversorgung oder das Equipment für Spezialeffekte gemietet werden. Es gibt Studios für den Bildschnitt auf Video- oder 35 Millimeter-Basis. Auch Experten für Multimedia Design und die Erstellung von Soundtracks gibt es auf der Insel. Kameras und das benötigte Aufnahmematerial kann hier gemietet beziehungsweise erworben werden.
 
Komplette Teams, die zum Teil über Unterwasserkameras verfügen, können angeheuert werden. Außerdem gibt es Agenturen, die Darsteller, Make up-Speizalisten und Fachleute für den Bau von Kulissen vermitteln sowie das Casting übernehmen. Auch ein  Helikopter-Shuttle ist auf Teneriffa ansässig. 

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Bei der Suche nach Kooperationspartnern ist die Teneriffa Filmkommision behilflich. Sie berät auch bei Zollproblemen und stellt den Kontakt zu den Gemeindeverwaltungen, der Inselregierung oder den kanarischen Regionalbehörden her und hilft bei der Suche von geeigneten Drehorten und hilft bei der Erteilung von Drehgenehmigungen, beispielsweise bei Drehterminen in Gemeinden oder in den Naturschutzgebieten.
 
Die Genehmigungen und die Zusammenarbeit mit den Behörden ist insbesondere dann sehr wichtig, wenn Strassen gesperrt werden müssen oder wenn die Filmteams  mit gefährlichen Gerätschaften wie beispielsweise Feuerwerkskörpern  hantieren. Dem Aufwand bei der Betreuung von Medienschaffenden steht allerdings auch ein Nutzen gegenüber:

Schon ein siebenköpfiges Team das für ein viertägiges Foto-Shooting einfliegt, lässt  im Schnitt 6.800 Euro auf der Insel. Kontakt: Tenerife Filmkommission Calle Aurea Dìaz Flores s/n, E-38005 Santa Cruz de Tenerife, Tel.: (0034) 922 23 78 71,  Fax.: (0034) 922 23 78 72, Email: film@webtenerife.com