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Schiffsanleihe: Eine moderne Investitionsform

Traumrenditen auf hoher See

© tfpelmarw
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16.12.2006 - Teneriffa - Die Kanarischen Inseln sind nicht nur aufgrund ihrer Landschaft, der Strände und der Sonne ein beliebtes Ferienziel, sondern aufgrund ihrer geographischen Lage ein festes Ziel in der Handelsschifffahrt. So ist Las Palmas auf Gran Canaria der zweitgrößte Hafen im Atlantischen Ozean.

In Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz werden so viele Waren umgeschlagen, dass seit einigen Jahren über eine Erweiterung der Hafenanlagen auf der Insel nachgedacht wird. Außerdem versucht man, die Kanaren als logistisches Zentrum zwischen Amerika, Europa und Afrika zu etablieren.
Zur Umsetzung dieses Ziels wird in den kommenden Jahren die Infrastruktur erheblich erweitert und verbessert. Schon heute gibt es eine vierzehntägige Schiffsverbindung zwischen Sao Paulo in Brasilien und Senegals Hauptstadt Dakar, bei der auch die Kanaren angelaufen werden. In der Tat spielt die Seefahrt für den Welthandel eine bedeutende Rolle. 98 Prozent aller Waren werden auf den Weltmeeren transportiert. Doch die Seefahrt steht nicht nur für Romantik und den Duft der großen weiten Welt, sie ist auch als Kapitalanlage interessant.   

Um daran teilhaben zu können, muss man nicht Onassis heißen und eine eigene Tankerflotte besitzen. Auch für die Bezieher mittlerer Einkommen gibt es Möglichkeiten, sich im Bereich der Handelsschiffahrt zu engagieren.
Die Zauberformel dafür lautet “ausgesuchte Schiffsbeteiligungen“.
 
Die kann man bereits erwerben, wenn man in der Lage ist, mindestens 15.000 Euro innerhalb von zwei Jahren in einen Beteiligungsfond einzuzahlen. Schiffsbeteiligungen haben viele Vorteile und sind wirtschaftlich äußerst lukrativ, wenn man dabei im Vorfeld einige Dinge beachtet. Schiffsbeteiligungen werden von Emisonshäusern vergeben, die die Schiffe an sogenannte “Charterer“ verpachten, die sie für Transporte im Welthandel einsetzen.  

 
Charterer mit hoher Bonität 

Damit die Eigentümer eine hohe Sicherheit haben, dass Gewinne erwirtschaftet werden, ist es wichtig, dass der Charterer eine hohe Bonität aufweist und durch die Abschlusshöhe eines langfristigen Vertrages der wirtschaftliche Einsatz des Schiffes gesichert ist, denn  nicht nur der Betrieb und die Verwaltung des Schiffes verursachen Kosten, neben der Versicherungsprämie muss auch der Zins und die Tilgung der Schiffhypothek aufgebracht werden. Wichtig ist unter anderem auch  bei der Wahl des Schiffes darauf zu achten, dass es sich dabei um ein zukunftsträchtiges Modell handelt. 
 
So waren beispielsweise Schiffsbeteiligungen an doppelwandigen Tankern nach dem Sinken des einwandigen Tankers “Prestige“ vor der galizischen Küste äußerst lohn-end, da die Tankerschifffahrt auf diese umgestellt wurde. Bei der Containerschifffahrt dagegen kommt es darauf an zu schauen, ob die Schiffe der vom zukünftigen Markt geforderten Größe entsprechen.
 
Schiffe und damit auch die  verbundenen Beteiligungen sind im wahrsten Sinne des Wortes schwimmendes Kapital. Sie partizi-pieren am Welthandel, der zur Zeit aufgrund des Wirtschafts-Booms in China wächst. Das schwimmende Kapital ist ein “Global Player“ und unabhängig von wirtschaftlichen Schwankungen in einzelnen kleineren Binnenmärkten.
 
Der Erwerber von Schiffsbeteiligungen ist Mitglied in einer Beteiligungsgesellschaft an einem Schiff, dass durch  Eigenkapital, also die Anteile der Mitglieder  der Beteili-gungsgessellschaft und Fremdkapital, sprich Bankkredite, finanziert wird. Bereits für das erste volle Betriebsjahr wird eine Anfangsrendite von zur Zeit acht Prozent kalkuliert. Die Rendite wird in den folgenden Jahren aufgrund der Schuldentilgung weiter steigen. 
 
Die technische Lebenszeit eines Schiffes liegt in der Regel bei 28 bis 30 Jahren. Der Anleger hat jedoch die Möglichkeit, die Schiffbeteiligung vorher zu verkaufen. Wenn die Ausschüttungen fast steuerfrei zweistellig werden, gibt es feste Nachfragen unter Mitbeteiligten.
Oft tritt auch der Fall ein, dass die Gesellschafter mit einer Stim-menmehrheit von 75 Prozent beschließen, das Schiff, an dem sie beteiligt sind, zu verkaufen. Damit endet gleichzeitig die Schiffsbeteiligungsgesellschaft. 
 

 
Steuerbegünstigte Investition
 
Der Auflösungsgewinn ist bei Schiffen mit Tonnage-Besteuerung steuerfrei, so dass der Anleger durch den steuerfreien Kapitalrückfluss mit seiner Beteiligung insgesamt einen guten Vermögenszuwachs   verzeichnet.
Ganz besonders interessant ist an einer Schiffsbeteiligung, die unter Tonnage-Steuer geführt wird, dass die Rendite nicht, wie bei Kapitalanlagen sonst üblich, nach dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert werden muss, sondern nur nach der Wasserverdrängung, der sogenannten “Tonnage” besteuert wird. In der Regel beträgt diese entsprechend der jeweilgen Schiffsgröße zwi-schen 0,12 und 0,3 Prozent des Beteiligungsbetrages.
 
Anders gesagt: Ein Bezieher von einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro zahlt normalerweise 27,5 Prozent dieser Summe an den Fiskus.  Für  eine Schiffsbeteiligung  von 30.000 Euro erhält diese Person eine Rendite von acht Prozent im Jahr. Das wären 2.400 Euro. Davon sind  zum Beispiel 0,21 Prozent als Tonnagesteuergewinn zu versteuern. Diese 0,21 Prozent werden mit der Beteiligung von 30.000 Euro multipliziert. Das ergibt eine Summe von 63 Euro. Diese 63 Euro werden in unseren Fall mit dem obengenannten Steuersatz von 27,5 Prozent multipliziert. Als Ergebnis erhält man 17,3 Euro, die an das Finanzamt abgeführt werden müssen, so dass 2.382,7 Euro als Netto-Ertrag bleiben.
 
Bei anderen Kapitalanlagen wären besagte 27,5 Prozent oder 660 Euro als Steuern zu bezahlen. Der progressive Steueranstieg bringt es mit sich, dass die Bezieher hoher Einkommen prozentual mehr versteuern müssen als die Bezieher niedriger Einkommen. Beim deutschen Höchststeuersatz von 42 Prozent würden gemäss dem persönlichen Steuersatz auf eine Rendite von 2.400 Euro folglich 1008 Euro an Steuern fällig.
 
Dem Anlieger blieben  nur 1.392 Euro. Oder anders gesagt: Etwas mehr als die Hälfte. Im Vergleich zu anderen Anlagen steht die Schiffsbeteiligung in Bezug auf die Ausschüttung und die Steuerabzüge hervorragend da. Bei Anleihen werden zur Zeit zwischen 3,75 Prozent und 4,19 Prozent pro Jahr als Rendite ausgeschüttet, bei Dividenden 3,8 Prozent. Davon ist in beiden Fällen noch einmal die persönliche Steuer abzuziehen. Bei Einnahmen aus Mieten werden gerade einmal 1,9 Prozent als Rendite erwirtschaftet.
 
Bei Immobilienfonds ist die Rendite sogar noch niedriger anzusetzen. Beide Einnahmen müssten ebenfalls mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Kapitallebensversicherungen bringen derzeit 2,8 Prozent Rendite netto, wobei die Laufzeit mindestens zwölf Jahre beträgt. Aufgrund dieser Vorteile entscheiden sich immer mehr Deutsche, ihr Geld in ausgewählten Schiffsbeteiligungen anzulegen.  Die Schiffsbeteiligungen belegen bei der Kapitalanlage hinter den Immobilien den zweiten Platz. Weitere Informationen erhalten Sie bei:
 
Wirtschaftskanzlei
Klaus Wiens (Diplom-Volkswirt)
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